Selbstregulationscoaching

Selbstregulation

ist die Schlüsselkompetenz des Menschen sich individuell zu entfalten. Sie ermöglicht die Erweiterung des Verhaltensrepertoires und hilft die Lebensqualität zu verbessern und zu erhalten. Dadurch können Menschen ihren Teil zur Gemeinschaft beitragen. Die moderne Psychologie beginnt allmählich, Selbstregulation als das zentrale Konzept in ihrer Forschung aufzunehmen.

In der Psychologie bezeichnet man alle psychischen Vorgänge, mit denen Menschen ihre Aufmerksamkeit, Emotionen, Impulse und Handlungen steuern als Selbstregulation. Das umfasst den Umgang mit Gefühlen und Stimmungen und die Fähigkeit, Absichten durch zielgerichtetes und realitätsgerechtes Handeln zu verwirklichen. Das Wichtigste ist es zu lernen, kurzfristige Befriedigungswünsche längerfristigen Zielen unterzuordnen. 


Neuropsychologisch gesehen setzen gut ausgeprägte Fähigkeiten zur Selbstregulation intakte Exekutive Funktionen, die im Frontalhirn lokalisiert sind, voraus. Die Informationsübertragung zwischen dem präfrontalen Cortex und dem limbischen System, welches für die Emotionen zuständig ist, muss für eine optimale Selbstregulation störungsfrei ablaufen.


Ein wesentliches Entwicklungsziel im Erziehungs- und Sozialisationsprozess von Kindern ist die Fähigkeit, sich selbstständig, also ohne die Unterstützung von Bezugs- bzw. Betreuungspersonen, zu regulieren. Je älter Kinder werden, desto mehr wird von ihnen erwartet, in ihrem Verhalten soziale Normen und Rollenanforderungen zu beachten, Aufgaben zu übernehmen und ihr Handeln zielorientiert steuern zu können. Dazu ist die Entwicklung gewisser psychischer Kompetenzen wie Frustrationstoleranz und Impulskontrolle erforderlich. Menschen unterscheiden sich in den Fähigkeiten der Selbststeuerung. Bei verschiedenen psychischen Störungen wie Abhängigkeit (Sucht), Zwangsstörungen, des ADHS oder der Borderline-Persönlichkeitsstörung sind die Selbstregulationskompetenzen eingeschränkt, mit der Folge, dass eine autonome Lebensführung erheblich beeinträchtigt wird. (s. Wikipedia)


Der Begriff Coaching stammt vom englischen 'to coach' (betreuen, beraten) und bezeichnet den Prozess der Entwicklung von Fertigkeiten (Kompetenzen) im persönlichen Leben und im Beruf. In der heutigen Bedeutung umfasst er eine oft längerfristige Beratung bei der Entwicklung und Umsetzung von persönlichen Zielen und Perspektiven einschließlich Unterstützung zur eigenständigen Bewältigung von Veränderungen. Damit werden Selbstmanagement und Umsetzungskompetenzen gefördert.

Das Fundament

des Coaching ist Ressourcenaktivierung. Der Coach (Berater) verdeutlicht dem Klienten seine Stärken und Schwächen in den Kompetenzen, die er benötigt um seine kurz- und langfristigen Ziele zu erreichen.


Die Unterstützung bei einer Problembewältigung liegt darin, dass der Klient zunächst im Gespräch die Erfahrung macht, dass er anstehende Herausforderungen oder Probleme aus eigener Kraft bewältigen kann, auch wenn sie ihm bisher als nicht lösbar erschienen sind. Anschließend soll er die gemeinsam mit dem Coach ausgearbeiteten Problemlösungen, mit steigendem Schwierigkeitsgrad, eigenständig in der Praxis durchführen.


Wenn es um problematische oder belastende Erfahrungen und Emotionen geht, werden diese auf ihre Chancen zur Verhaltensänderung analysiert. Mit Worten werden Probleme greifbar gemacht und auf ein objektives Niveau gebracht. Erst der Abstand zum Problem fördert das Verständnis dafür, warum der Klient sich nicht lösungsorientiert verhält.


Die Grenzen zwischen Psychotherapie und Coaching werden immer verschwommener und können teilweise auf die Formel: Therapie = Beratung oder Coaching und Patient = Klient reduziert werden. Es wird zwischen Beratungs- und Therapieklientel unterschieden, da in der Regel für eine Beratung Leidensdruck und Motivation für längerfristige Veränderungen der Klienten geringer sind als bei einer Therapie. Jedoch ist gerade beim Coaching eine gezielte Veränderungsarbeit an emotionalen Problemreaktionen charakteristisch.


Beim Coaching ist für den Behandlungserfolg das persönliche Verhältnis zwischen Berater und Klient besonders wichtig. Es sollte von den Prinzipien des Vertrauens und der Wertschätzung getragen sein. Das hat zur Folge, dass Klienten ihren Coach als Menschen schätzen. Somit ist es für den Coach möglich unangenehme Themen die bearbeitet werden müssen anzusprechen. Das Coaching ist vergleichbar mit einer intensiven Begleitung von einer Person des Vertrauens mit gesundem Menschenverstand, welche viel Lebenserfahrung und einen hohen Bildungsgrad hat.


Das klassische ADHS-Coaching wird in der Regel als psychotherapeutische Behandlungsoption innerhalb eines multimodalen Behandlungskonzeptes gesehen. Die Kombination verschiedener Therapieformen, verhaltenstherapeutische Maßnahmen, Beratung und Anwendung von Medikamenten soll eine enge Zusammenarbeit zwischen Fachärzten, Psychologen sowie den Betroffenen und ihrem sozialen Bezugsfeld ermöglichen. Neuerdings wird in manchen Behandlungszentren Neurofeedback angeboten. 


Die Aufgabe eines ADHS-Coaches ist hauptsächlich die Unterstützung bei der Alltagsbewältigung, der Aufklärung über das Störungsbild und das Einbeziehen des sozialen Umfeldes. In der Realität hat sich herausgestellt, dass dieser Ansatz in einer Umgebung in der alle Beteiligten sehr eng miteinander arbeiten zu guten Ergebnissen kommen kann.



Die multimodale Behandlung kann mehrere Elemente enthalten, die stets auf den Einzelfall abgestimmt werden. Die Interventionen können in einem ambulanten sowie voll- oder teilstationären Setting angewandt werden. mehr



Das Neurofeedback ist eine Spezialrichtung des Biofeedbacks. Beim Neurofeedback werden Gehirnstromkurven (EEG-Wellen) von einem Computer in Echtzeit analysiert, nach ihren Frequenzanteilen zerlegt und auf einem Computerbildschirm dargestellt. mehr...


Der Coach als Berater

Der Begriff Beratung bezeichnet umgangssprachlich ein strukturiertes Gespräch oder eine korrespondierende Kommunikationsform per Brief oder E-Mail. Es geht um eine praktische Anleitung, die zum Ziel hat, eine Aufgabe oder ein Problem im Optimalfall zu lösen oder sich wenigstens der Lösung anzunähern. Beratung wird im Sinne von in helfender Absicht Lösungsvorschläge anzubieten oder gemeinsam zu erarbeiten verstanden. Wichtig hierbei ist es sich klar zu sein, das nur die Wertvorstellungen des/der Klienten bestimmend sind. Der Berater muss darauf achten, dem Klienten gegenüber wertneutral zu sein und zu bleiben.


Ein typischer Beratungsprozess findet in der Regel in drei Stufen statt. Erst erfolgt die Erfassung des Ist-Zustandes. Hierbei ist es wichtig sich mit der aktuellen Problemlage aus verschiedenen Perspektiven heraus auseinanderzusetzen. Nur so ist ein möglichst objektives Verstehen und Auseinandersetzen mit der aktuellen Problematik möglich.


Danach wird der Soll-Zustand erfasst. Gemeinsam werden Zukunftsbilder und präzise Ziele entworfen. Im dritten Schritt werden diese in die Realität umgesetzt. Bei der Verwirklichung dieser dient der Berater als Begleiter und achtet darauf, dass die Umsetzung sachlich und strukturiert durchgeführt wird.


Zudem werden drei Formen der Beratung, wobei Überschneidungen die Regel sind, unterschieden. Die krisenbezogene Beratung findet in Notsituationen statt. Z.B. bei Familien die sich auflösen, da die emotionale Verbundenheit der Eltern nicht mehr besteht, werden Möglichkeiten einer neuen Gemeinsamkeit, z.B. auf wirtschaftlicher Ebene, erarbeitet. Daraus kann ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl entstehen. Bei der problembezogenen Beratung werden mit dem Berater detaillierte Informationen über das spezifische Problem herangetragen und gemeinsam zur Lösung aufgearbeitet. Die präventive Beratung dient der Aufklärung und Kompetenzentwicklung der zu beratenden Personen.


Viele Paare versuchen ihren Konflikt oder ihre Krise, alleine zu bewältigen. Erst wenn dieses nicht gelingt und eine Trennung nicht als Lösung zur Diskussion steht, wird der Kontakt zu einer Beratungsstelle oder zu einem Berater gesucht.


Während einer Beratung geht es nicht um die Suche nach dem Schuldigen, sondern Verständnis für die Sichtweise des anderen zu bekommen und Wege zu suchen, um aufeinander zuzugehen zu können. Dabei hilft es auch die Beziehung aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten. Wichtig ist es sich eigener, und die des Partners, Wünsche und Erwartungen klar zu werden. Enttäuschungen und Ängste werden wertefrei ausgesprochen und man lernt Ärger adäquat auszudrücken. Unangemessene Erwartungen an die Partnerschaft werden erkannt und Missverständnisse und Vorurteile ausgeräumt. Das ermöglicht die Entwicklung gemeinsamer Ziele. Eingeschliffene Verhaltensstrukturen werden erkannt und neue Formen des Umgangs und des Redens miteinander gelebt.


Als den "Beziehungskiller" kann man die Floskel:"Ich kenne dich genau." betrachten. Für den Erhalt einer Partnerschaft ist es wichtig, das Moment des "Kennenlernenwollens" am Leben zu erhalten. Das gibt beiden Partnern die Möglichkeit den anderen jeden Tag mit liebevollen Augen zu betrachten.



Mein Angebot des SRcoachings steht allen Menschen offen. Es ist eine moderne Form persönlicher Beratung, welche hilft Veränderungen einzuleiten und zu bewältigen. Wichtigstes Ziel ist es, zu einer Balance zwischen einem selbst und der sozialen Umwelt zu kommen. Das erleichtert die Entwicklung neuer Perspektiven beruflicher und privater Natur, hilft Konflikte zu klären und sich von blockierenden alten Verhaltensmustern zu lösen. SRcoaching unterstützt Sie dabei, Selbstvertrauen und Selbstsicherheit zu stärken und ein Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben herzustellen. Es hilft, sich Klarheit über Ziele und Werte zu verschaffen, um das Leben zu führen, das Sie führen wollen.


Es ist eine Hilfe zur Selbsthilfe für einen von Ihnen bestimmten Zeitraum. Die meisten Anliegen können in einer oder zumeist in wenigen Sitzungen geklärt werden. Diese dauern durchschnittlich eineinhalb bis zwei Stunden.


Ein Coaching-Prozess läuft – je nach Anliegen und Kunde – sehr unterschiedlich ab. Die Arbeitselemente sind in der Regel Gespräche, Feedback und anregende Fragen.

Psychologisches Coaching

Termin nach Vereinbarung


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Tel. Erreichbarkeit:

Mittwoch: 8.00 - 8.30 Uhr

Donnerstag: 16.00 - 16.30 Uhr